Auch dieser Artikel stellt einen Auszug aus meiner Dissertation dar. Die ausführliche Analyse finden Sie dort unter dem Kapitel: Das Brückentor zu Capua, S. 225-302.
…Bei der Untersuchung des Brückentors zu Capua wurde deutlich, dass auch diesem Bauwerk Friedrichs II. ein ikonographisches Motiv zugrunde liegt, das in gebaute Architektur umgesetzt wurde. Dessen Abbildhaftigkeit manifestiert sich in einer aufwändigen Gestaltung, die an einer Toranlage dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit darstellt. Durch das Aufgreifen von historisch bedeutsamen Formen könnten politische Inhalte in diesem Bau verbildlicht und durch Skulpturenschmuck und Inschrift konkretisiert worden sein.
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Das Brückentor zu Capua – Zusammenfassung meiner ikonographischen und ikonologischen Forschungen
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Die vorausgehenden Untersuchungen können Sie detailliert in meiner Dissertation unter dem Kapitel “Lucera”, S. 183-224 finden.
…Anhand der Ergebnisse von ikonographischer und ikonologischer Untersuchung am Turmkastell von Lucera können in Architektur und Skulptur eng mit der Herrscheridee Friedrichs II. zusammenhängende Sinngehalte vermutet werden, die sich an die Schlüsse zu Castel del Monte anbinden lassen: Außenbau und Räumlichkeiten bilden – anschaulich ausgedrückt – das kubische Gehäuse, das den paradiesisch anmutenden Bereich mit der fons vitae umschließt.
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Lucera – Zusammenfassung meiner ikonographischen und ikonologischen Forschungen
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Verschlagwortet mit Archiv, Brunnen, Dualität, Garten, Gottesstadt, Kronschatz, Lucera, Muslim, Pfalz, Sarazene, Schlüssel Apuliens
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Der folgende Text ist ein Auszug aus meiner Dissertation, in welchem die Ergebnisse der ikonographischen und ikonologischen Untersuchung zusammengefasst sind (Castel del Monte, S.61-182):
Die an Castel del Monte verwendeten Formen erweisen sich als aussagekräftig hinsichtlich der Bestimmung des Baues. Er erscheint geprägt von Formen, die Teil eines stimmigen ikonographischen Sortimentes sind und die in der Art eines eigenen, ikonologisch- semantischen Systems, das auf machtpolitische Aspekte alludiert, angewandt wurden. Die formalen Wurzeln dieses Vorgehens liegen im antiken Kaisertum, dessen Formen durch das Christentum besetzt und assimiliert wurden.[1] Sie wurden nun erneut von einem weltlichen Herrscher in Anspruch genommen, höchstwahrscheinlich um damit auf die sakrale Komponente seines Kaiseramtes zu verweisen.
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Castel del Monte – Ikonographische und ikonologische Interpretation – Zusammenfassung
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Besucherrekordmeldungen reihen sich innerhalb kurzer Zeit aneinander: Die 25.000. Besucherin, der 50.000. Besucher und nun schon der 100.000. Besucher in der Mannheimer Stauferausstellung! Gezielte, langfristig angelegte Marketingmaßnahmen verhalfen der Ausstellung zu der großen Besuchermenge, so dass man inzwischen sogar auf 200.000 Besucher bis Ende Februar hofft. Für alle Beteiligten sicher ein erfreuliches Ergebnis, das auch ausgiebig ins Rampenlicht gestellt wird – “Wie die Staufer zum Magnet wurden” schreibt Peter W. Ragge auf morgenweb.de.
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Die Mannheimer Stauferausstellung: So geht Marketing – aber geht so auch Wissenschaft?
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Die sehr übersichtlich und anschaulich konzipierte Ausstellung widmet sich dem Rhein-Main-Neckar-Gebiet, Oberitalien und dem Königreich Sizilien in staufischer Zeit, wenig zutreffend als “Innovationsregionen” bezeichnet. Sie erstreckt sich über drei Etagen des Zeughauses in Mannheim und besticht vor allem durch hervorragende Exponate.
Ausgehend von der Mythenbildung um das staufische Geschlecht sowie dessen Genealogie wendet man sich der Darstellung des weit ausgedehnten Herrschaftsbereiches zu. Dazwischengeschaltet ist eine Abteilung mit den Ergebnissen stauferzeitlicher Kunstproduktion, hervorzuheben sind hier besonders die Zeugnisse der Steinschneidekunst, die Cameen. Anhand stauferzeitlicher Porträtköpfe, die antiken Skulpturen gegenübergestellt werden, illustriert man die antiken Einflüsse auf die mittelalterliche Kunst.
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Die Staufer und Italien, Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, 19. September 2010 bis 20. Februar 2011
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1. Die Inschrift
Auf die Überlieferung der Inschrift und ihre Zwiespältigkeit wurde bereits im historischen Teil eingegangen. Die zwei strittigen Worte concordia bzw. custodia in der ersten Zeile stehen bis heute gegeneinander, zur Klärung könnten eigentlich nur neue Quellenfunde beitragen.[1] Der durch Andreas von Ungarn überlieferte Wortlaut mit concordia ist meines Erachtens nicht auf ein „sich täuschen“ des Autors zurückzuführen.[2] Die übrigen Quellen, die stattdessen custodia zitieren, hängen möglicherweise zusammen, so dass der Begriff immer wieder übernommen wurde, was nicht für die Überzeugungskraft dieser Version spricht. Auch heute noch wird immer wieder diese Variante als Zitat des Andreas’ von Ungarn deklariert, was auf die Verwechslung Willemsens zurückgeht und bereits von Baethgen moniert wurde,[3] aber in der Literatur fast nie zur Kenntnis genommen wird. Dennoch müssen beide Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, die in einer wörtlichen Übersetzung der Verse durchaus sinnvoll erscheinen:
Abbildungen werden in Kürze eingestellt!
Die beiden bärtigen Männerbüsten
Die beiden Männerbüsten besitzen mehrere Merkmale, die es zu untersuchen gilt: Zum einen ist dies die Einbringung der Büsten in ein Rundfeld, einen Clipeus. Zum anderen fällt natürlich vor allem die große, „zwillingshafte“ Ähnlichkeit der beiden Köpfe ins Auge. Darüber hinaus sind ihre Haar– und Barttracht, der Lorbeerkranz sowie die antikische Art ihrer Bekleidung näher zu betrachten.
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Kaiser oder Richter – die beiden bärtigen Männerbüsten vom Brückentor zu Capua
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Auszüge aus einer Druckempfehlung von Herrn Professor Dr. Cord Meckseper, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Bau- und Kunstgeschichte an der Universität Hannover:
“…Zu den Bauten Friedrichs II. liegt inzwischen eine sehr umfangreiche Literatur vor, in der die Bauten nicht zuletzt immer wieder unter spekulativen, wenn nicht gar esoterischen Gesichtspunkten auf einen symbolischen Bedeutungsgehalt hin behandelt werden…”Bewiesen” werden entsprechende Lösungen durchwegs aufgrund “passend” ausgewählter Argumente.
Hier setzt nun die kunsthistorische Dissertation von Frau Dr. Wagner an, indem sie feststellt, dass die Bauten Friedrichs II. “unter ikonographischen und ikonologischen Aspekten bisher nie wirklich konsequent in ihrer Komplexität erforscht” wurden, und sich erfolgreich der Behebung dieses Mangel stellt.
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Stimmen zur Dissertation “Die Bauten des Stauferkaisers Friedrichs II. – Monumente des Heiligen Römischen Reiches”
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Castel del Monte – Ein Monument des Heiligen Römischen Reiches?
Birgit Wagner
Bautätigkeit und Baupolitik unter Kaiser Friedrich II
Während seiner Herrschaft als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches entstand unter Friedrich II. von Hohenstaufen eine Fülle von Bauten in seinem Südreich. Mit dem in den Jahren ab 1223 errichteten Residenzpalast in Foggia als neuem Zentrum seiner Herrschaft begann er, sein gesamtes Königreich Sizilien mit einem dichten Netz von Bauwerken unterschiedlicher Funktion zu überziehen.
Die Zahl dieser neu errichteten und zum Teil auch wiederhergestellten Anlagen wird heute auf weit über 200 geschätzt.1)
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Castel del Monte – Ein Monument des Heiligen Römischen Reiches? Artikel aus der Zeitschrift ARX 1-2006
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